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Tabloid Lover (Vorläufig dieser Name) 

„Denkst du, du kennst mich? Glaubst du, du verstehst mich? Denkst du, du weißt wie ich mich fühle?“, ich brüllte ihn an. Tränen liefen mir über die Wangen, wie schon viel zu oft, in den wenigen Tagen die wir hier waren. Er stand in der Ecke des Raumes und sah mich nur ungläubig an. Wieso konnte er nichtmal versuchen der zu sein, der er mal war, wieso konnte er das alles nicht ungeschehen machen, er hat mir geschworen er würde mich retten, er würde mich beschützen vor all dem was mir wehtut. Jetzt war er einfach nur jemand, der mich verletzte, mit dem ich mich stritt, viel zu oft. Er machte es mir viel schwerer, sogar das Atmen, das Denken. Und jetzt stand er da und sah mich an. Und in diesem Moment wünschte ich mir, meine Worte würden ihn verletzen. Ich hatte das Verlangen ihn weinen zu sehen. Aber nichts tat sich. Er stand nur da, wie ein toter Fisch sah er mich an.
„Aber ich geb mir doch Mühe. Wo liegt dein Problem Lara? Immer beschwerst du dich, nie bist du zufrieden mit dem was ich tue.“
Diesmal war ich es, die ihn ansah. Ich hasste ihn. Ich hasste, wie egoistisch er war. Wieder ging es nur um ihn. Er belog mich er tat mir weh und nun tat ich ihm unrecht? Mir huschte ein Lächeln übers Gesicht.
„Was ist jetzt so lustig?“, fuhr er mich nervös an.
Nichts, es war nichts Lustiges an dieser Situation, aber ich konnte nun mal nicht anders. Seine lächerliche Art, brachte mich zum Lachen. Ohne zu antworten erhob ich mich auf zittrigen Beinen. Ich wankte zur Tür, der Alkohol hatte sich bereits in mir verteilt, wie brennendes Gift, übernahm er die Kontrolle über mich. Ich wollte nur noch weg, weg von ihm, weg von den Lügen, seinem Egoismus. Dem Gefühl, das ich hatte wenn ich ihn ansah.
„Wohin willst du?“, fragte er aufgebracht.
„Ich verschwinde jetzt Alex.“, zischte ich.

Er kam mir nicht nach, auch nicht als ich schon aus dem Aufzug stieg. Ich verließ das hohe Mietshaus in dem er mich festhielt.  Ich wollte nicht zurücksehen. Ich hatte ein Ziel, ein Ort der mich von ihm entfernt und gleichzeitig an ihn kettetet. Ich lief los. Meine Beine versuchten sich krampfhaft an mein Tempo zu gewönnen. Mein Kopf war zu voll mit Dreck, mein Blut alkoholverseucht. Der Weg vor mir wurde immer weiter um im nächsten Moment wieder unglaublich schmal zu werden. In meinem Kopf spürte ich meinen Puls, er dröhnte in meinen Ohren, mein Atmen überschlug sich und meine Lungen brannten. Ich beschleunigte mein Tempo, ich musste weiter, weiter weg. Dahin wo man mich verstand, dort wo alles begonnen hat. Ich sah die grellen Lichter der Laternen vor mir meinen Atmen in der kalten Nacht und im nächsten Moment lag ich auf dem harten Boden und schmeckte Blut. Wie konnte es soweit kommen. Laut begann ich zu schluchzen.




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